Wettquoten berechnen für Sportwetten
Jeder Sportwetter fragt sich früher oder später, wie ein Buchmacher seine Quoten festlegt. Die Quote wird durch die Eintrittwahrscheinlichkeit berechnet. Die großen Wettbüros arbeiten hierbei vor allem mit Statistiken für alle Sportarten und alle Ligen. Es werden die aktuelle Situation, der Tabellenplatz, die Möglichkeit für ein Unentschieden und sonstige Handicaps mit einbezogen. Daraus berechnet der Wettanbieter die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt eines Heimsieges, Unentschieden und Auswärtssieges aus. Anhand der Wahrscheinlichkeit kann man dann ganz einfach mit einer Formel die Quote berechnen.
Hier zu ein Beispiel:
Es findet das Ligaspiel zwischen Barcelona und Atletico Madrid statt. Nun rechnet der Anbieter die Wahrscheinlichkeiten aus Die schätzt er, indem er die oben genannten Faktoren mit einbezieht. Für einen Heimsieg ist sie 64,52 %, für ein Unentschieden 28,57 % und für einen Auswärtssieg 19,23 %. Nun wendet man folgende Formel an:
Quote = (1/Eintrittswahrscheinlichkeit x 100).
Diese Formel wendet man nun an. Hat man das gemacht, dann kommt man auf folgende Quoten.
| Heimsieg Barcelona |
1,55 |
| Unentschieden |
3,50 |
| Auswärtssieg Atletico Madrid |
5,20 |
Man kann natürlich auch umgekehrt rechnen, wie der Buchmacher die Eintrittswahrscheinlichkeit sieht. Dann muss man lediglich die Formel umstellen:
1/Quote = Eintrittswahrscheinlichkeit.
Spätestens jetzt werden Sie sich fragen, warum die Eintrittswahrscheinlichkeit über 100 Prozent liegt: 64,52 % + 28,57 % + 19,23 % = 112,32 %
Das liegt daran, dass der Buchmacher ja auch einen Gewinn erzielen möchte. Aus diesem Grund ist die Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt höher als 100 Prozent. Wie man nun aber genau die Gewinnspanne eines Buchmachers ausrechnet, gehört nicht direkt zu diesem Thema. Ich wollte es nur anschneiden, da sich ja sonst jeder wundern würde.
Anhand dieses Textes sollten Sie nun eine Eindruck erhalten haben, wie ein Buchmacher seine Quoten berechnet.